Für wen und wann? - Heileurythmie als Geisteswissenschaft.2

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Für wen und wann?

Wer kann von der Heileurythmie profitieren?



Heileurythmie kann nahezu in jedem Alter und jeder Lebenslage angewendet werden, und sie ist nur bei wenigen Krankheitsbildern (akutes Fieber, akuter psychotischer Schub) nicht indiziert. Im Einzelfall kann schon Säuglingen mit der Heileurythmie geholfen werden, zum Beispiel bei einer schweren Neurodermitis. Bei Kindern und Jugendlichen gibt es ein vielfältiges Anwendungsspektrum, welches bei Massnahmen zur Unterstützung des Lernvermögens beginnt, konstitutionelle Störungen bessert (zum Beispiel Enuresis nocturna, ADHS) und auch bei ernsthaften Entwicklungsverzögerungen und Erkrankungen gute Erfolge zeigt. Erwachsene schätzen die unmittelbar erlebbare Wirkung der Heileurythmie: sie führt auch bei schweren Erkrankungen häufig zu einer Symptomverbesserung. Durch ihre Übungen kann auf die persönliche Kräfte-Situation und Tagesschwankungen in der konstitutionellen Verfassung eingewirkt werden. Insbesondere bei schweren Erkrankungen unterstützt sie die Krankheitsverarbeitung und gibt häufig neuen Mut und Zuversicht. Dem alten Menschen vermittelt sie neue Vitalität und Lebensfreude, häufig kann eine Verzögerung im Verlauf von degenerativen Erkrankungen beobachtet werden.
Die Übungen der Heileurythmie können auch zu Prophylaxe und zur allgemeinen Regulation eingesetzt werden.



Heileurythmie



Die Heileurythmie ist eine der Säulen der Anthroposophischen Medizin. Die anthroposophische Medizin ist in Deutschland vom Gesetzgeber der konventionellen Medizin gleichgestellt. In der Schweiz ist die Heileurythmie als komplementärtherapeutische Massnahme anerkannt und wird von den Zusatzversicherungen erstattet. Die anthroposophische Medizin betrachtet Krankheit und Heilung als Wege des Lernens. Krankheitsspezifische Übungen führen zur Bildung neuer Fähigkeiten und ermöglichen dem Klienten/Patienten, auf seine Krankheitssymptome aktiven Einfluss zu gewinnen.


  • Die Behandlungen werden als Einzelbehandlungen durchgeführt. Aus der individuellen Situation, der Konstitution und den Krankheitssymptomen wird zusammen mit dem Klienten/Patienten ein Behandlungsweg erarbeitet. In der Regel kann innerhalb von 10-12 Behandlungen eine deutliche Verbesserung des Beschwerdebildes erreicht werden.

  • Diese krankheitsspezifischen Übungen werden zusammen mit dem Klienten/Patienten erarbeitet und können von diesen eigenständig zu Hause angewendet werden.

  • Die Bewegungen beeinflussen die Selbstheilungskräfte, die in krankheitsspezifischer Form reguliert werden können. Erwachsene, aber auch Kinder, spüren häufig relativ schnell die positiven Effekte der Übungen und sind daher gerne bereit, die Übungen auch zu Hause anzuwenden.

  • Die Heileurythmieübungen können organische Prozesse beeinflussen und auch bei chronischen Erkrankungen zu beeindruckenden Verbesserungen führen.



Heileurythmie kann auch als Krankheitsprophylaxe angewendet werden. Hierbei können Gesundheitsgruppen gebildet werden, die den Schwerpunkt beispielsweise auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder rheumatische Erkrankungen legen.

Videos mit Eindrücken aus der Behandlung finden sich hier.

 
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